Kokosnuss

Cocos nucifera

Harte Schale, köstlicher Kern

"Wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut", so der Refrain eines beliebten deutschen Volks- und Kinderliedes, das die Attraktivität dieser sympathischen Frucht unterstreicht. Und nicht nur die frechen Affen wissen das köstliche Fruchtfleisch und das bekömmliche Kokoswasser zu schätzen. Nur das Knacken der harten Kokosnuss ist nicht ganz einfach. Aber auch da können sich die Menschen mancherlei von den Affen abschauen.

Seit mindestens 3000 Jahren werden Kokospalmen angebaut. Rund acht Prozent des weltweiten Bedarfs an Pflanzenöl werden aus den Früchten der Kokospalmen gewonnen. Da diese vor allem in Meeresnähe wachsen und die Kokosnüsse gut auf Wasser schwimmen können, kommt es immer wieder vor, dass sie ins Wasser plumpsen, tausende von Kilometern über die Ozeane treiben und, an neuen Landen gestrandet, zu keimen beginnen. Von daher ist es schwierig, die ursächliche Herkunft der Kokosnuss zu bestimmen. Jedoch vermutet man, dass die Kokosnuss von tropischen Inseln im Stillen Ozean stammt.

Wie auch immer: Die größten Kokosnuss-Kulturen befinden sich heute in Indien, Sri Lanka, Malaysia, Indonesien, auf den Philippinen, in der Elfenbeinküste sowie in Brasilien, Mexiko und auf den Westindischen Inseln. Die elastischen Stämme der Kokosnusspalme halten auch den mächtigsten Tropenstürmen stand.

Wie bei vielen anderen Früchten aus tropischen Klimazonen haben Kokosnüsse das ganze Jahr über Saison. So gibt es sie bei uns immer frisch zu kaufen. An den Kokospalmen hängen die Nüsse noch in ihrer grünen, weichen äußeren Schale, erst im Inneren befindet sich die uns bekannte und im Supermarkt ausliegende braune, harte Kokosnussschale. Kokosnüsse, die von selbst von der Palme fallen, sind – ähnlich wie bei Fallobst – meist überreif und nicht mehr genießbar.

Zur Ernte werden mehrere Meter lange Stangen eingesetzt, an deren Ende sich Messer befinden. Damit ist es möglich, von der Erde aus zu ernten. Alternativ klettern flinke Erntehelfer auf die bis 20 Meter hohen Kokospalmen, was jedoch nicht ganz ungefährlich ist. Bis zu 40 Palmen pro Tag vermag ein geübter Kletterer auf diesem Wege abzuernten.

Mancherorts übernehmen auch dressierten Makaken die Aufgabe. Angeleint klettern die Affen auf die Palmen und lassen die Kokosnüsse herunterfallen. Die Makaken begreifen dies als Spiel und sind – sofern sie nicht die Lust an der Aufgabe verlieren – wesentlich flinker und geschickter als Menschen.

"Kokos" vom Spanischem und Portugiesischem coco, zuvor Lateinischem coccus und letztlich Altgriechischem κόκκος kókkos, was "Kern" oder "Beere" bedeutet (Quelle: Duden).

Die Kokosnüsse gehören nicht – wie der Name vermuten lässt – zu den Nüssen, sondern zu den Steinfrüchten. Ganz gleich aus welcher Region sie stammen: Es gibt lediglich eine einzige Kokosnuss-Sorte.

Je nach Standort bringen die Palmen 15 bis 60 Jahre lang Früchte, an optimalen Standorten auch mal 80 Jahre. Das Höchstalter von Kokospalmen liegt zwischen 100 und 120 Jahren. Pro Jahr trägt eine Kokospalme bis zu 60 Früchte. Sie sind bis zu 2,5 kg schwer und erreichen einen Durchmesser von 12 – 20 cm.

Unter einer grünen oder hellbraunen wasserdichten Haut (die nach der Ernte sofort entfernt wird) zeigt sich die typische kugelförmige innere Schale mit der trockene, braunen Faserschicht. Die eigentliche Frucht befindet sich in der sehr harten, 5 mm dicken inneren Schale, welche mit einem schneeweißen Fruchtfleisch von 1 bis 2 cm Dicke ausgekleidet ist. Es ist relativ fest und kann roh verzehrt werden.

Eine frische Kokosnuss erkennt man am gluckernden Geräusch des Kokoswassers beim Schütteln der Nuss. Charakteristisch sind die drei "Augen" der Schale, die Keimlöcher der Kokosnuss. Immer nur ein Keim beginnt zu wachsen, während die beiden inaktiven Keimlöcher verhärten. Um an das wertvolle Kokoswasser zu gelangen, wird also das aktive, weichere Keimloch aufgebohrt bzw. aufgestochen (beispielsweise mit einem sauberen Schraubenzieher oder Nagel), so dass das erfrischende Kokoswasser in einem Glas aufgefangen und genossen werden kann.

Das Knacken einer Kokosnuss benötigt handwerkliches Geschick, doch der Aufwand lohnt sich. Das Aufsägen einer Kokosnuss ist eine aufwendige und relativ verletzungsanfällige Methode. Einfacher ist es, die Kokosnuss in eine Tüte zu hüllen und mit einem Hammer zu zerschlagen, dann die einzelnen Bruchstücke zu entnehmen und zu waschen. Das schneeweiße Fruchtfleisch schließlich kann dann vorsichtig mit einem Messer von der Schale gelöst werden.

Kokosnüsse reifen nach der Ernte nicht nach. Ungeöffnete Kokosnüsse sind bei kühler und trockener Lagerung ca. zwei bis vier Monate haltbar. Im Kühlschrank lässt sich Kokosnussfleisch gut verpackt etwa eine Woche aufbewahren; tiefgekühlt sogar bis zu neun Monate.

An Mineralstoffen enthält die Kokosnuss Kalium, Phosphor, Magnesium und Calcium, zudem glänzt die Frucht mit Spurenelementen wie Eisen, Mangan, Kupfer und Zink. Kokosnüsse sind reich an Vitamin B und E. Kokosnüsse enthalten viel pflanzliches Fett, fett- und kalorienarm und umso bekömmlicher ist hingegen das Kokoswasser.

In den Anbauländern sind Kokosnüsse wichtige Grundnahrungsmittel. Hierzulande nutzt man das Fruchtfleisch vor allem für süße und herzhafte Gerichte in Form von Kokosraspeln, auch wird Kokosöl gewonnen.

In Sanskrit wird die Kokosnusspalme auch Kalpa vriksha genannt, was so viel bedeutet wie: "Baum, der alles zum Leben Notwendige schenkt". Das kommt nicht von ungefähr, denn neben dem köstlichen Fruchtfleisch und dem bekömmlichen Fruchtwasser bleiben auch die weiteren Bestandteile einer Kokosnusspalme nicht ungenutzt:

Aus halbierten Kokosnussschalen werden Trinkgefäße, Schalen, Krüge, Vasen, Tassen und Löffel hergestellt, aber auch kunstfertig geschnitztes Spielzeug und Taschen hergestellt. Aus den Fasern der Kokosnussschale werden auch Alltagsgegenstände wie die bei uns bekannten Kokosmatten hergestellt. Die 4 bis 6 Meter langen, gefiederten Palmenblätter dienen nicht nur als Schattenspender, sondern werden, ebenso wie der Stamm der Kokospalme, zu Sandalen, Kleidern und Zelten verarbeitet. Und sogar die Rückstände aus der Ölpressung kommen noch als Viehfutter und Dünger zum Einsatz.

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